Geldgespräche

Warum es hilft über Geld zu reden

Ich sitze mit Freundinnen im Café. Bereits nach wenigen Minuten kommt ein No-Go-Thema auf den Tisch. Ein "No-Go-Thema" ist etwas, über das wir unabgesprochenerweise nicht sprechen: Geld. Warum wir nicht darüber sprechen, liegt klar auf der Hand:

1. In meinem Freundeskreis herrscht ein Ungleichgewicht an Geldvorräten, einige haben ganz viel, andere wenig.

2. Frauen in meinem Alter sprechen nicht über Geld (und auch die Jüngeren höre ich selten darüber reden, entweder man hat es oder eben nicht.)

3. Geldthemen sind meist unangenehm (darüber sind sich alle einig)

4. Wäre die Bereitschaft da über Geld zu sprechen, dann haben Herkunft und Erziehung diesen kleinen Ansatz oft zunichtegemacht

5. Es ist bequemer nicht über Geld zu sprechen

Sabine durchbricht unseren unausgesprochenen Schwur: "Wusstet Ihr, dass Frauen in unserem Alter in der Altersarmut landen werden?" Brit prustet in ihren Café. Sie ist in unserer Runde die Wohlhabendste von allen. Das ist auch unausgesprochen, aber klar ersichtlich. Brit kommt mit dem Taxi oder parkt im teuersten Parkhaus der Stadt. Brit hat Designerkleidung, Designerhandtaschen und Designerschuhe. Brit zahlt nie bar, nicht weil sie kein Bargeld hat, sondern weil das Café sich weigert auf 500 € herauszugeben.

 In Frauenrunden ist es bequemer, nicht über Geld zu sprechen

Brit schüttelt den Kopf und murmelt selber schuld. Sabine fährt unbeirrt fort, "nein echt, habt Ihr Euch Eure Rente mal ausrechnen lassen? "

Wenn man über Geld spricht, dann denkt man sofort an teure Autos, Luxus und Goldklunker, sprich, an viele Dinge, an die man gar nicht zu denken braucht, weil man sie eh nicht wollte. Das heißt, mit dem Thema Geld sind Dinge verknüpft, die unsinnig sind. Ich denke beim Thema Geld sofort an die Geissens, Joop oder an Merz und damit schaltet es in mir auf "nein danke". Denn ich möchte mich mit keinem von diesen Leuten identifizieren müssen.

Dabei ist das Unsinn. Nur weil die Medien diese Menschen über die Jahre immer wieder mit Geld in Zusammenhang gebracht haben (und ich diese ablehne) darf Geld für mich kein Tabuthema sein. Im Gegenteil. Es gibt auch tolle Beispiele Richard Branson zum Beispiel.

Keiner antwortet auf Sabines Frage, ich blicke in die Runde und schaue in leere Gesichter. Michi antwortet, "sie wollte sich heute eigentlich einen schönen Vormittag mit uns machen und nicht über Geld reden..." Die anderen stimmen ihr zu. Sabine platzt der Kragen, "super, dann essen wir jetzt weiter Sachertorte und wenn Brit von Felix verlassen wird, dann legen wir in 15 Jahren alle unsere 600 € zusammen und finanzieren sie mit." Das ist eine ganz tolle Idee. Marga sagt, sie hätte ihren Rentenbescheid letzte Woche bekommen und mit etwas Glück würde sie auf die genannten 600 € kommen. Nun regt Brit sich auf: "Moment mal, warum sollte Felix mich denn verlassen?" "Brit", sage ich, "lass gut sein, es ist nur ein Beispiel, das täglich passiert und wenn es bei dir und Felix anders ist: Yeah!"

"Ich treffe mich echt gerne mit Euch, aber mir reicht es nicht mehr nur über Klatsch und Tratsch zu sprechen, ich habe Angst. Was haltet ihr davon, wenn Claudia nächste Woche einen Vortrag zum Thema hält? Bisher hatten wir Ihr Business eher belächelt, aber heute denke ich anders darüber, es ist an der Zeit darüber nachzudenken." Sabine setzt sich und ich beginne zu klatschen.

An dieser Stelle danke ich Sabine für ihr Engagement. Es ist toll, Menschen um sich zu haben, die sich trauen, über den Tellerrand hinauszuschauen, auch wenn es unangenehm wird. Sabine hat angesprochen, was viele Frauen betrifft und was viel zu selten bei diesen angesprochen wird.

Reden wir über Geld denken wir oft an: 

- Luxus

- Menschen, die wir damit in Verbindung bringen und mit denen wir uns nicht identifizieren möchten

- das man nicht darüber spricht

- es ist mit einem unangenehmen Gefühl verbunden

- das man zu wenig davon hat und gerne mehr wollte

- das man nicht weiß, wie man zu mehr Geld kommen könnte

- Neid

Zusammengenommen werden diese Punkte als "Mindset" zum Thema Geld benannt. Das heißt, wie ist die Einstellung eines jeden von uns zu diesem Thema und viel wichtiger, wie wirkt sich dieses Denken auf unseren Umgang damit aus?

Die nächste Frage, die ich mir stelle, ist: "Woher dieser plötzliche Sinneswandel? Warum spricht Sabine dieses Thema ausgerechnet heute an?"

Meist ist es so, dass irgendein Auslöser Frauen zwingt genauer hinzuschauen. Das kann eine bevorstehende Trennung vom Partner sein - also demjenigen der bisher das Geld mit nach Hause gebracht hat. Das kann Krankheit, Kündigung oder auch nur eine Nachricht im Fernsehen gewesen sein. Meist ist es etwas, das einem aus seinem gemütlichen Dasein reißt, weil freiwillig spricht keiner über Geld. Nichtmal, wenn man es hat. Bei Sabine schien es eine Mischung aus allem zu sein. Ein Geburtstag stand an und die Zahl ließ vermuten, dass es nun mehr in Richtung der Jahre ging, die einen über so ein Thema nachdenken ließen.

Der eine Auslöser, wenn Frauen plötzlich über Geld sprechen

Ich finde es nicht peinlich über Geld zu sprechen. Zugegeben ich habe es üben müssen. Ich komme aus einer Familie, die keine guten Glaubenssätze zum Thema Geld hatte - nur meine Eltern wussten das nicht. Sie haben ja nie freiwillig über Geld gesprochen und wenn, dann haben sie (oft) deshalb gestritten. Diese Einstellung wird an Kinder unbewusst weitergegeben, sodass ich lange Zeit brauchte, um diese Einstellung abzuschütteln - auch weil ich gar nicht um sie wusste. Da das Thema Geld heute offener gehandhabt wird, kann der Prozess, sich eine neue Einstellung zuzulegen, schneller vorangehen.

Eine Sache: Geld ist nicht alles 

Das heißt nicht, dass es nicht wichtig ist. Geld ist Macht und es macht das Leben leichter. Solange Geld unsere Währung ist, solange wird es wichtig sein es zu haben, um hoffentlich Gutes damit zu vollbringen, zuerst in Deinem Leben und dann auch für andere. Aber das ist erst der nächste Schritt, wobei wenn Du heute schon überlegst, was Du mit dem neu dazu verdienten Geld alles anfängst, bist Du noch motivierter. Jedoch Schritt eins ist, sich klarzumachen wie viel Geld habe ich wirklich frei zur Verfügung? Frei zur Verfügung heißt, wie viel Geld ist am Ende des Monats noch auf Deinem Konto oder in Deinem Geldbeutel und Du könntest damit machen, was Du wolltest?

Beantworte als Erstes diese Fragen:

- Hast Du eine Arbeit mit regelmäßigem Einkommen?

- Oder arbeitet Dein Partner und Du bist zu Hause?

- Welche Ausgaben hast Du monatlich fix?

- Wie viel bleibt wirklich zur freien Verfügung?

- Was passiert, wenn der Partner oder Du krank wird und das monatliche Einkommen wegfällt?

- Besitzt Du Immobilien oder andere Wertgegenstände?

- Hast Du Schulden bei Freunden oder innerhalb der Familie?

- Musst du einen Kredit abbezahlen?

Diese Fragen gebe ich meinen Freundinnen mit auf den Weg nach Hause. Sie haben nun 14 Tage Zeit (zu üben) diese Fragen zu beantworten. Ich weiß, dass es ihnen heute noch schwerfallen wird darüber zu sprechen, aber mit Übung und einer guten Portion Gewöhnung wird sich ihre Einstellung und das Gefühl dazu verändern und sie werden sogar stolz auf sich sein.

Über Geld, also über das eigene Geld zu sprechen bringt Kontrolle in das Leben. Die meisten Pleiten und Pannen passieren, weil man nicht darüber gesprochen hat.

Claudia Himmert von mooneymoon

Claudia Himmert

Inhaberin moneymoon

Finanzielle Freiheit ist möglich.

Hey ich bin Claudia von moneymoon. Ich habe in den letzen 10 Jahren viel darüber gelernt, wie man sich ein Zusatzeinkommen aufbaut, dabei ist mir aufgefallen: spricht man über Geld gehen die Meinungen weit auseinander.

Moneymoon spricht trotzdem darüber: den fröhlichen Blick auf Geld kompetent vermitteln.

Moneymoon, persönliches Wachstum und finanzielle Freiheit. Lege heute fest, wie du morgen lebst.

 

 

 

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